Back in Villa Waldberta [6.12.2013-6.1.2014]

Posted: 09.12.2013 in Поезия
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BREADS AND PRINTS

Bulgarischer Advent: Kulinarik und Kultur
Sonia Kovatcheva & Diana Ivanova & Kamelia Spassova

Freitag, 20. Dezember 2013 ab 19 Uhr
Villa Waldberta, Höhenbergstr. 25, Feldafing

Die drei Bulgarinnen Sonia Kovatcheva, Diana Ivanova und Kamelia Spassova waren 2012 einen Monat lang in der Villa Waldberta, wo sie an der großen Jahresausstellung „rendezvous“ der GEDOK München teilnahmen, die dann 2013 noch einmal im Goethe-Institut Sofia gezeigt wurde. Alle drei werden ihre im letzten Jahr in Feldafing begonnenen Arbeiten und Kooperationen mit ihren Münchner Kontaktpersonen fortsetzen und vertiefen. Zum Abschluß ihres Aufenthalts wollen sie diese Arbeiten dem interessierten Publikum vorstellen. Im intimen Rahmen, der „staaden Zeit“ gemäß, gibt es Kunst, Poesie und Musik ebenso wie spezielle Speisen, exklusiv von den bulgarischen Stipendiatinnen zubereitet und inklusive Erklärung ihrer weihnachtliche Bedeutung.

Weitere Informationen über das Künstlerhaus Villa Waldberta erhalten Sie auf
http://www.villa-waldberta.de und http://www.youtube.de/villawaldberta.

Nachrichten München

Dezember 2013

Alle Gäste der Villa Waldberta sind in Münchner Kunst- und Kulturprojekte eingebunden. Sie wurden von Münchner Kulturinstitutionen für Kooperationen gewonnen und als Stipendiatinnen und Stipendiaten für einen Aufenthalt in der Villa Waldberta vorgeschlagen.

Diana Iwanowa (Bulgarien)

Diana Ivanova

Dezember

Die Schwerpunkte der Journalistin, Dokumentarfilmerin und Kulturmanagerin sind die postkommunistische Erinnerung und das Geschichten erzählen. Dafür hat sie 2005 den europäischen Journalistenpreis in Wien bekommen für ihren Essay „Hello melancholy“. Momentan macht sie an der Sigmund-Freund-Universität in Wien ihre Doktorarbeit über bulgarische Frauen, die als Gastarbeiterinnen nach Italien gehen, während ihre Männer zuhause bei den Kindern bleiben.

Außerdem ist sie Projektmanagerin des internationalen Festivals Goatmilk im Nordwesten Bulgariens, bei dem es vor allem um persönliches und kollektives Erinnern geht (www.novakultura.org). Sie hat mehrere Kurzfilme und Bücher geschrieben, u.a. über ihre Recherchen in Kuba, und sitzt derzeit an Nachforschungen über Radio Free Europe, das in den Nachkriegsjahren von München aus eine wichtige Rolle im Kalten Krieg gespielt hat. Im September 2013 wurde ihr dritter Gedichtband, den sie 2012 in der Villa Waldberta schrieb, veröffentlicht. Momentan arbeitet sie an ihren ersten Dokumentarfilm „Ich arbeitete für Radio Free Europe“.

Kamelia Spassova (Bulgarien)

Kamelia Spassova

Dezember

Die 1982 in Sofia geborene Schriftstellerin und Wissenschaftlerin studierte Literaturtheorie bis zur Promotion an der Universität Sofia, an der sie auch lehrt. Sie ist Redakteurin der Zeitschrift „Literaturen Vestnik“, Sprecherin der bulgarischen Künstlergruppe „Ustata“ und arbeitet zudem als Literaturkritikerin. Sie veröffentlichte bereits den Gedichtband „Parzelle Nr. 17“ und arbeitet derzeit an ihrem nächsten Buch „Kenosis“. Für ihre literarische Arbeit erhielt sie mehrere Preise.

Die Spoken-Word-Künstlerin repräsentiert die neue sprachliche Entwicklung der letzten Jahre: Globalisierung und Computerisierung sind ihr längst eine Selbstverständlichkeit. Mit ihrem Schreiben hinterfragt sie die Position der bulgarischen Sprache in Europa und die der Dichtung im Alltag. In der Villa Waldberta wird sie in diesem Jahr an ihrem Gedichtband „Kenosis“ – das Buch der Leere weiterarbeiten. Außerdem arbeitet sie an einem theoretischen Projekt „Doppelgänger als unheimliche Figuren in der Literatur“.

Sonia Kovatcheva (Bulgarien)

Sonia Kovatcheva

Dezember

Sonia Kovatcheva wurde 1974 in Sofia, Bulgarien geboren, wo sie 1999 an der nationalen Kunstakademie ihr Studium mit Hauptfach „Textil“ abgeschlossen hat. Ihre Doktorarbeit beschäftigt sich mit den „Handdrucktechniken im textilen Bereich“. Sie hat sich dadurch detailliertes Wissen über verschiedene Textiltechniken und -technologien angeeignet und ist vor allem an deren Umsetzung in der zeitgenössischen Kunst interessiert.

Neben diesem kreativen Schwerpunkt ist die bildende Künstlerin zudem in den Bereichen Malerei, Graphik, Photographie und Installation tätig. Ihre Werke waren in Einzel- und Gruppenausstellungen sowohl in ihrem Heimatland Bulgarien als auch in weiteren Ländern wie Frankreich, Polen, England und Serbien zu sehen. Sonia Kovatcheva war 2012 einen Monat lang Gast in der Villa Waldberta. Daraus hat sie im Sommer 2013 eine eigene Einzelausstellung in Sofia gemacht, wo sie ihre künstlerischen Eindrücke über das Haus präsentierte.

Marie T. Martin (Deutschland)

Marie T. Martin

November / Dezember

Marie T. Martin wurde 1982 in Freiburg geboren, studierte am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und absolviert eine Ausbildung zur Theaterpädagogin. Sie lebt als freie Autorin in Köln und veröffentlicht Gedichte, Erzählungen und Hörspiele, zuletzt Marie T.s Daumenkino (Deutschlandfunk 2009) und Fünfkind (SWR 2013). Zahlreiche Veröffentlichungen in Zeitschriften und Anthologien, mehrere Einzeltitel, so der Erzählband Luftpost (2011), der Prosaband Vier Wände (2011) und der Lyrikband Wisperzimmer (2012). Diverse Kooperationen mit Künstlern anderer Sparten, zuletzt der Film „Als Kind zählte ich die Schatten“ mit der Bildenden Künstlerin Ulrike Möschel, Poesiekonzerte mit Musikern im Bereich Elektronische und Neue Musik, Beiträge zu interdisziplinären Kunst- und Theaterprojekten, aktuell Arbeit an einem Libretto für ein Musiktheater.
Preise und Stipendien: unter anderem MDR-Förderpreis 2007, Rolf-Dieter-Brinkmann-Stipendium 2008, sechsmonatiges Istanbulstipendium der Stadt Köln 2010, Arbeitsstipendium der Kunststiftung NRW 2011, Residenzstipendien im Künstlerhaus Edenkoben sowie im Literarischen Colloquium Berlin 2012, Arbeitsstipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg 2012, Grimmelshausen-Förderpreis für den Erzählband Luftpost 2013. Im November 2013 erhält sie als neueste Auszeichnung den Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen.

Chantal Neveu (Kanada)

Chantal Neveu

Oktober bis Dezember

Im Rahmen des literarischen Austauschprogramms zwischen München und Montréal kommt die Schriftstellerin Chantal Neveu für drei Monate in die Villa Waldberta. 2009 fand dieser Austausch zum ersten Mal statt; damals war u.a. die Münchner Übersetzerin Bernadette Ott in Kanada. Dort lernte sie dann die Schriftstellerin Chantal Neveu kennen, die nun ihrerseits zu einem Stipendienaufenthalt nach Bayern kommt. Während ihres Aufenthaltes in der Villa Waldberta möchte sie nicht nur an ihrem Roman „La vie radieuse“ schreiben, sondern auch mit Bernadette Ott an einem Projekt zusammenarbeiten. Chantal Neveu, die 1962 in Kanada geboren ist begann 1996 ihre Schriftstellerkarriere, nachdem sie an der Universität in Montréal ihr Diplom im Fach Kommunikation / Film erhielt. Sie ist u.a. Mitglied der „Vereinigung der Schriftsteller/Innen in Québec“ und dem „OBORO-Laboratorium neuer Medien“. Über verschiedene Residenzprogramme war sie u.a. schon in Belgien, Frankreich und in der Schweiz. Zu ihren bekannten Veröffentlichungen zählen u.a. „COÏT“, „Je suis venue faire l’amour“ und „Une spectaculaire influence“.

Villa Waldberta @ youtube

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Die Villa Waldberta in Feldafing, hoch über dem Starnberger See in einem großzügigen Park gelegen, wurde 1901/02 als Teil der Höhenbergkolonie erbaut. Sie ist seit 1966 durch eine private Stiftung im Besitz der Landeshauptstadt München und dient seit den 1980er Jahren als internationales Künstlerhaus. In der Villa Waldberta wurde auch Geschichte geschrieben, als beispielsweise in der Nachkriegszeit Überlebende aus den Konzentrationslagern (DPs) dort eine Heimat auf Zeit fanden oder 1972 während der Olympischen Spiele in München der damalige Bundeskanzler Willy Brandt in der Villa logierte und internationale Politiker hohen Ranges empfing, wie etwa Henry Kissinger, Georges Pompidou oder Edward Heath.

1982 beschloss der Stadtrat, das Haus für internationale Stipendiaten zu nutzen, die hier normalerweise bis zu drei Monate umsonst wohnen und arbeiten können. Die Einladungen waren zunächst beschränkt auf Gäste aus der Literatur und bildenden Kunst. Im Dezember 2004 hat der Stadtrat einer Öffnung des Hauses für alle Kunst- und Kultursparten zugestimmt, um die Vorteile interdisziplinären Denkens und Arbeitens nutzen zu können. Außerdem werden die Künstlerinnen und Künstler nur noch projektgebunden eingeladen, d.h. sie müssen in ein Projekt der Stadt München und ihrer Kooperationspartner eingebunden sein, um so den städtischen Kulturaustausch und die internationale Kulturarbeit nachhaltig zu befördern.

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Мюнхен и поезията идват неочаквано и повторително: Literaturfest München [24.11.2010];  „rendezvous“  in Villa Waldberta [22.5-28.6.2010]; „Breads and Prints“ in Villa Waldberta [6.12.2013 – 6.1.2014]

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